Gebet ist nicht Arbeit

Die Arbeit nimmt dem Gebet die Zeit. Gebetszeiten wie in den Abteien könnten von der Arbeit entlasten. Aber die Arbeitszeit dehnt sich auf Kosten der Gebetszeiten aus. Die Benediktiner haben den Ausgleich mit „Ora et Labora“, also Beten und Arbeiten, in ihrem Tagesablauf verankert. Das ist kein Privileg. Die Arbeit profitiert davon.

Gesuch des Judas um Rehabilitation

Judas gilt als derjenige, der Jesus ans Kreuz ausgeliefert hat. Muss man das so sehen? Das Gesuch des Judas ist aufgeschrieben von Thomas Holtbernd. Liebe Gläubigen und Ungläubigen, mein Name ist Judas Iskariot. Sie kennen meine Geschichte oder Sie meinen, meine Geschichte zu kennen. In die Geschichte bin ich als Verräter eingegangen, man sagt mir nach,…

Trinität, Dreifaltigkeit Gottes und der Islam

Am Sonntag nach Pfingsten feiern die Christen, ob evangelisch oder katholisch den Dreifaltigkeitssonntag, Trinitatis das lateinische Wort. Gott ist einer und lebt doch in drei Personen. Der Islam lehnt diese Vorstellung ab. Wenn Gott, dann muss er einzig sein. Das Drei-Hasen-Fenster im Kreuzgang des Paderborner Dom ist der Versuch einer Darstellung, die Dreizahl und Einheit verbindet.…

„Ein Zigeuner am Rande des Universums“? – Der Mensch im Angesicht von Naturwissenschaft und Religion

Wenn die Religion auch um die Schwäche des Menschen weiß, so lässt sie dennoch keinen Zweifel an der unverletztlichen Würde und hohen Berufung des Menschen. Klar betont wird, dass der Mensch gewollt und geliebt ist. Hingegen wird von einigen naturwissenschaftlichen Autoren die These vertreten, aus der Erkenntnis der Naturwissenschaften werde der Glaube als Illusion enttarnt und es zeige sich, dass der Mensch nur „wie ein Zigeuner am Rande des Universums“ sei. Doch stehen sich Glaube und Naturwissenschaft wirklich unversöhnlich gegenüber?

Bleibt etwas von mir nach dem Tod?

Wenn man sich vorstellt, dass wir zu über 80% aus Wasser bestehen, wie kommt in das Wasser so etwas wie Mienenspiel? Irgendetwas in uns, was Empfindungen hat, bringt dies an die Oberfläche unseres Gesichtes. Mimik als Ausdruck des Gefühls Nur wenige Menschen können ihre Mimik so beherrschen, dass wir nicht direkt am Gesicht ablesen können,…

Für mein Auge komponiert

Die Schönheit der Blüten, das noch zarte Grün. Es gibt so viel zu schauen. So muss der Garten Eden gewesen sein. Das Wachstum verspricht Schatten im Sommer, Früchte im Herbst und dann die Ruhe des Winters.  Das Frühjahr erwartet, dass wir schauen. Das Leben ist zurückkommen, das spüren auch die Wühlmäuse und die Regenwürmer. Sie…

Karfreitag: Gott und unschuldiges Leid

Die Christen werden mit der Botschaft konfrontiert: „Weil du ein Sünder bist, musste der Sohn Gottes sterben.“ Der Gesandte, ja der Sohn Gottes musste wegen der Sünden der Menschen sterben, so die Predigt der Apostel. Das Dilemma spitzt sich für die Gläubigen noch mehr zu, weil Jesus wegen Gotteslästerung zum Tode verurteilt wurde. Anders als…