Ignatius von Loyola: Offizier, Pilger und Ordensgründer

Am 31. Juli gedenkt die Kirche einem ihrer wichtigsten Heiligen der Frühen Neuzeit: Ignatius von Loyola. Der ausgebildete Soldat ist nicht nur der Gründer des größten Männerordens der Welt. Durch seine neuen Methoden und Frömmigkeitsformen ist er bis heute maßgeblich für Priesterausbildung, Berufungsentscheidungen und katholische Bildungssysteme.

Religionskritik und Blasphemie

Religionskritik gehört von Anfang an auch zum Islam. Christentum wie Islam sind als Kritiker des Polytheismus aufgetreten. Blasphemie ist verschärfte Kritik, die in Schmähung übergeht. Wie beide Religionen damit umgehen, erfährt der Leser durch aufschlussreiche Beiträge des Theologischen Forums Christentum-Islam aus dem Jahr 2016. Überraschend im Vergleich zur heutigen nervösen Gereiztheit liest man bei Katajun…

Islam – Religion oder Konfession

Islam und Christentum bekennen sich zu einem Gott. Monotheismus, der Eingottglaube kann eine andere monotheistische Religion nur anerkennen, wenn diese denselben Gott anbetet. Die Alternative ist nur vollständige Ablehnung. Lehnt der Islam das Christentum im Ganzen ab? Oder ist das Verhältnis Islam – Christentum ähnlich wie das zwischen Christen und Juden? Die Bibel der Christen…

Will Gott Gewalt?

Kann Gott Gewalt wollen? Die meisten Gläubigen sind überzeugt, dass Gott Gewalt nicht wollen kann. Aber nicht erst heute, sondern schon lange in der Geschichte wurde Religion mit Gewalt verknüpft. Die Frage spitzt sich zu, wenn eine Religion Gott als Erlöser der Menschen verkündet. Bahnt Gewalt der Erlösung den Weg? Es ist im Kern keine politische, sondern eine religiöse Frage. Deshalb kann die Religion die Gewaltthematik nicht an die Politik weitergeben.

Entzug des Göttlichen

Bei einer Podiumsdiskussion warf ein Atheist einem Theologen vor, die Katholiken würden neben ihrer theologischen Argumentation gerne genauso die Gegenposition vertreten. Sie würden die Perspektive eines Ungläubigen annehmen und das trotzdem als Glauben definieren. Und der Theologe antwortete, er würde lieber mit Atheisten diskutieren als mit Christen, die stur ihren Glauben verteidigen wollen. Diese „frommen“ Christen freuen sich darüber, dass manche Zeitdiagnostiker von einer Rückkehr der Religionen sprechen. Und der kritische Theologe befürchtet, dass die angebliche Rückkehr der Religionen nur ein neuer Rückschritt ist.

Hoffnung für den Islam?

Wie kann der Islam eine Zukunft in westlichen Gesellschaften haben: Indem er den Koran besser versteht. Er darf den Koran nicht mit der Gesellschaft seiner Entstehungszeit gleichsetzen. Vielmehr muss er, so wie die arabische Stammesgesellschaft vor 1400 Jahren, durch den Koran geformt wurde, sich heute auf die postmoderne Zivilisation einlassen. Dafür wäre der Islam intellektuell…